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“Richtige” Wolken

Keine Wolke käme auf die Idee,

Um ihren Platz am Himmel zu kämpfen

Oder woanders hinzuziehen,

Wo der Wind sie hintreibt.

Sie hätte keine Angst davor

Mit anderen Wolken zu verschmelzen

Oder sich komplett aufzulösen.

Keine Wolke fände es wichtig,

Die Natur des Himmels verstehen zu wollen,

Damit sie eine “richtige” Wolke wäre.

Warum denken wir eigentlich,

Dass hier unten auf der Erde

Andere Gesetzmäßigkeiten gelten müssen?

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Vergangenheit

Was ist die Vergangenheit anderes als ein Schauspiel in meinem Kopf?

Gedanken tauchen auf und formen Geschichten und Legenden, in denen ich im Mittelpunkt stehe.

Angeblich soll das einmal so passiert sein.

Angeblich ist das etwas, das mich geformt hat.

Ob die Wolke auch glaubt, ihre jetzige Form wäre durch die Vergangenheit festgelegt worden?

Bedarf ihre Einzigartigkeit wirklich einer Erklärung?

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Wie die Wolken

Manchmal taucht die Idee auf, unsere kleine persönliche Geschichte sollte dauerhaft Erfolg widerspiegeln, Liebe, Gesundheit und Glück.

Das ist genau so, als ob ich erwarte, alle Wolken am Himmel wären auf einmal nur weiß. Und alle dunklen Wolken wären für immer verschwunden.

Manchmal taucht die Idee auf, unsere persönliche Geschichte sollte zu einem Stillstand kommen, aufhören, von uns abfallen. So dass wir frei sind von ihr.

Das wäre ungefähr so, als ob ich ernsthaft erwarte, der Himmel wäre für immer blau und wolkenlos.

Genau so wie jede einzelne Wolke, so ist unsere persönliche Geschichte wunderschön und einzigartig.

Genau so wie jede einzelne Wolke, so wandelt sich unsere persönliche Geschichte dauernd.

Es gibt keinen Grund, ihr eine tiefere Bedeutung beizumessen.

Trotzdem liege ich oft im Gras und gucke stundenlang in den Himmel. Beobachte das Spiel der Wolken mit einer fast kindlichen Freude.

Was könnte falsch daran sein?

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Wahre Stille

Manchmal kommt es uns so vor, als wäre es überall um uns herum einfach nur laut. Laut im Außen mit dem Lärm auf der Straße, das laute Büro, in dem ich vielleicht gerade sitze. Meine Kinder, die heute besonders laut schreien.

Und auch laut im Innen. Die ganzen Gedanken, die durch den Kopf jagen, meine innere Stimme, die heute besonders nervt. Dazu vielleicht ein Wechselbad der Gefühle.

Wahre Stille allerdings hat nichts damit zu tun, ob es laut ist oder leise. Wahre Stille existiert inmitten des alltäglichen Chaos und des Lärms. Sie ist unabhängig davon, ob du sie bemerkst oder nicht.

Wahre Stille hat auch nichts damit zu tun, die Zeitspanne zwischen zwei Gedanken zu finden oder die Gedanken in der Meditation vorbeiziehen zu lassen wie Wolken.

Viele Menschen denken, sie würden irgendwie transformiert, sobald sie wahre Stille gefunden hätten. Dabei kann ein “ich” wahre Stille nie finden.

Denn wenn ein “ich” vollkommen still würde, dann würde es gänzlich verschwinden. Dann würde deutlich, dass ein “ich” keinerlei Schatten wirft auf die Leinwand der Stille.

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Soll doch der Denker grübeln

Häufig denkst du vielleicht, dass dir dein Verstand irgendwie in die Quere kommt. Dass er dir das Leben schwer macht mit seinen dauernden Kommentaren, Grübeleien und verrückten Ideen. Dass er dich irgendwie wegzieht vom tatsächlichen Leben.

Beim Meditieren wünschst du dir, dass deine Gedanken zur Ruhe kommen, dass Stille einkehrt im Kopf. Und hin und wieder passiert das auch – aber meistens nur kurz.

Warum diese Fixierung auf die Gedanken? Warum diese Verunglimpfung?
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